Jugendhof Heidelberg e.V.
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Beate Weber spendet 55.000 Euro Preisgeld an Jugendhof

"Einmal Geld ausgeben zu können, ohne zu fragen," das macht der ehemaligen Oberbürgermeisterin Beate Weber jetzt sichtlich Freude. Die RNZ traf sie im Jugendhof in Rohrbach, und das aus einem ganz bestimmten Grund. Ein bisschen rechnen musste man schon, um herauszubekommen, wie viel Geld sie von ihrem Umweltpreis über 166 000 Euro (die RNZ berichtete) dem Heidelberger Jugendhof stiften wird. Erst wollte sie bei einem Besuch der wichtigen Anlaufstelle für sozial benachteiligte Kinder und straffällig gewordene Jugendliche nicht so recht mit der Sprache raus, doch dann gab es eine Rechenaufgabe: "Zwei Drittel der Summe gebe ich an zwei große Projekte. Das eine ist der Jugendhof".

Ex-Oberbürgermeisterin Beate Weber (M.) sah sich im Jugendhof um. Hierhin fließt ein Teil des Deutschen Umweltpreises, der ihr am 28. Oktober in Aachen überreicht wird. Foto: Kresin

Also, nun wissen wir es (es sind 55 000 Euro), und auch dass das zweite große von ihr bedachte Projekt der Weltzukunftsrat ist, in dem sie mitarbeitet. Das letzte Drittel des Preisgeldes geht, so Beate Weber, unter anderem an zwei weitere Projekte in Heidelberg. "Das ist schön ausgegebenes Geld", zeigt sie sich zufrieden und macht damit klar, dass sie von dem Preisgeld nichts behalten will. "So was tut man einfach nicht", ist ihre Meinung. Und so ließ sie sich von Angelika Treiber, der zweiten Vorsitzenden des Vereins "Jugendhof", von Jugendhofleiter Björn Rostermund und der Sozialpädagogin Celine von Klass zeigen, was es so alles auf dem großen Bauernhof gibt und erklären, wie die Jugendarbeit dort abläuft. Auf rund 500 Quadratmetern Äcker und Weiden im Bereich der Hangäcker Höfe lernen die Kinder und Jugendlichen auf vielfältige Art einen Zugang zur Natur, zur Landwirtschaft und zu Tieren. Ein Projekt, das seit 13 Jahren existiert und nicht zuletzt auch von der ehemaligen Oberbürgermeisterin angestoßen und gefördert wurde und heute von der Stadt noch wird. Nun ist sie durch ihre Spende in der Lage, dort für zwei Jahre eine zusätzliche, dringend benötigte Halbtagsstelle zu installieren. Sehr zur Freude von Angelika Treiber, die das als "Geschenk des Himmels" ansieht und sich zusätzlich über die jetzt mögliche Anschaffung eines Pferdetransporters und die Reparatur der Kutsche freut. Für zwei Jahre kann jetzt die Arbeit intensiviert werden, die den Jugendlichen durch den Umgang mit den Tieren und die handwerkliche Arbeit auf dem Bauernhof sowie das Arbeiten auf dem Feld und Wiesen Selbstvertrauen und Orientierung geben kann. Auf dem Jugendhof verbringen pro Woche 250 bis 300 Kinder ihre Freizeit, betreuen die Tiere, misten aus, füttern, putzen, setzen und ernten Kartoffeln, basteln, kochen, backen, spielen und sitzen gemütlich zusammen. Alles Dinge, die die meisten von ihnen nicht kennen oder gewöhnt sind, sie aber unendlich weiterbringen. Umso wichtiger ist, dass sich für die Einrichtung weiter so großzügige Spender wie Beate Weber stark machen.
Karla Sommer , 9.10.2007, www.rnz.de
 

Noch ist der Scheck mit dem Preisgeld nicht überreicht, freuen können sich die Besucher und Mitarbeiter des Jugendhofs Heidelberg trotzdem schon einmal: Denn die Einrichtung in Rohrbach wird einen großen Teil des Geldes bekommen, das die frühere Oberbürgermeisterin Beate Weber gemeinsam mit dem Deutschen Umweltpreis Ende Oktober in Empfang nimmt. Weber erhält die mit 166 000 Euro dotierte Auszeichnung als Anerkennung für ihre Leistungen im kommunalen Umweltschutz. Das Preisgeld wolle sie vernünftig verteilen, hatte sie angekündigt. Rund ein Drittel kommt nun dem Verein Jugendhof zugute, der offene Kinder- und Jugendarbeit betreibt. Durch landwirtschaftliche, handwerkliche oder kreative Tätigkeiten sollen die Besucher hier die Natur entdecken, wichtige pädagogische Erfahrungen machen und Selbstvertrauen sammeln. Mit der Spende will die Einrichtung eine weitere Sozialpädagogin für zwei Jahre in Teilzeit beschäftigen und den Fuhrpark erneuern. Dafür schenkt die ehemalige OB das Geld gerne her. "Es ist ein tolles Gefühl, eine größere Summe ausgeben zu können, ohne eine Mehrheit haben zu müssen", erklärt sie lächelnd.
Mannheimer Morgen, 9. Oktober 2007, www.morgenweb.de

 

Sommerfest 2005


Der Jugendhof Heidelberg e.V.
und
Reit- und Fahrverein Voltigierabteilung Jugendhof Heidelberg e.V.
laden ein zum

Sommerfest 2005

Sonntag, 24. Juli 2005
14.30 Uhr bis 17.30 Uhr

Hangäckerhöfe 2, 69126 Heidelberg, Tel 06221/314401
 

15 Uhr Grußworte
ab 15.15 Uhr: Vorführungen aus der Arbeit der Voltigiergruppen
ab 16.30 Uhr: Mitmachspiele und -aktionen für Kinder

Für kalte Getränke haben wir gesorgt.
In bewährter Weise möge jeder etwas zur Verpflegung beitragen: Kaffee, Kuchen, Salate, ...

Im Feldberech gibt es keine Parkplätze. Bitte benutzen Sie öffentl. Verkehsmittel oder Parkplätze ausserhalb des Feldbereichs, z.B. bei FamilaCenter.

 

Roggenanbau auf dem Jugendhof

Dieser Bericht ist abgedruckt in einem Heft des Bundes der Jugendfarmen und Aktivspielplätze, Stuttgart und kann sicher von dorther, samt Bildern, bezogen werden.
Beste Grüße vom Jugendhof Godewin in Hitzacker, den ich seit ich aus HD fortging aufbaute. Infos siehe unter www.godewin.de.
Ihnen alles Gute für Ihre weitere Arbeit,
Ihr Werner Wecker.
11.1.2005 per eMail

Godewin Jugendhof
Lüneburger Landstr. 12, 29456 Hitzacker Tel. & Fax 05862 / 985708
www.godewin.de, eMail  jugendhof@godewin.de


 

 

 

Ferien auf dem Jugendhof Pfingsten 2002

Gemeinsame Feld- und Gartenarbeit, Kochen über dem Lagerfeuer, arbeiten mit Holz und Ton, musizieren und versorgen der Tiere. 21. bis 25 Mai, für Kinder im Grundschulalter, täglich von 9 bis 15 Uhr, Jugendhof, Hangäckerhöfe 2, Rohrbach, Kosten: 50 Euro (inkl. Mittagessen), Anmeldung und Informationen unter Telefon 31 44 01, Kontakt: Hr. Wecker, Fr. Carsten, Anmeldeschluss: 12. März

http://www.heidelberg.de/aktuelle/archiv/pd010302.htm

 

 

Notlage beim Jugendhof (27.2.2002)

Das breit gefächerte Angebot des Jugend- und Sozialamtes der Stadt Heidelberg und der freien Träger der offenen Jugendarbeit verdienen Lob und Anerkennung. Umso unverständlicher ist die, vorsichtig ausgedrückt, zurückhaltende Unterstützung des Jugendhofes im Stadtteil Rohrbach durch die Verwaltung. Unverständlich ist auch, dass der Gemeinderat bei der Haushaltsverabschiedung, den Anträgen der "Freien Wähler" und den "Heidelbergern" auf eine moderate Erhöhung des Zuschusses für die Arbeit des Jugendhofes nicht zustimmte.

Die qualifizierten und motivierten MitarbeiterInnen des Jugendhofes leisten eine ganz hervorragende offene Jugendarbeit im Heidelberger Süden. Sie erreichen mit ihrem Angebot, dem respektvollen Umgang mit Tieren und der Natur, den jahreszeitlichen Rhythmus auf einem Bauernhof etc. (wäre vielleicht auch ein Ansatzpunkt für unser Umweltamt?), das es so nur im Jugendhof gibt, viele Kinder und Jugendliche vom Emmertsgrund, Hasenleiser, Höllenstein und den Aussiedlerheimen in Kirchheim. Es ist erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit behinderte Kinder von den Mitarbeitern in den "Betrieb" integriert werden.
Der Brief des Vorsitzenden des "Jugendhofes Heidelberg e. V." Herr Dipl.-Psych. Klaus Steinborn vom 19.2.02, an die StadträteInnen zeigt die Gefährdung der Arbeit des Jugendhofes mehr als deutlich auf und sollte Anlass dafür sein, dass die Verwaltung und der Jugendhilfeausschuss sich um eine Problemlösung bemüht. Aber: Die mit den leisen Tönen haben es schwer.

Hermann Gundel, FWV
http://www.heidelberg.de/stadtblatt/stbl0902/stimmen.htm

 

 

Die Kunst des Pflügens neu entdeckt

Lehrgang über Ackerbau im alten Stil beim Jugendhof. Auf die Kommunikation mit dem Gespann kommt es an - Theorie und Praxis
Von Katrin Osterkamp, RNZ 17.4.2000
 

Unter den Augen von Kurleiter und Biobauer Werner Goller (Mitte, dunkelrote Mütze) müssen die Teilnehmer zeigen, ob die den Pflug beherrschen.

Foto: Alex

Rolands und Wonjas Muskeln sind auf's Äußerste gespannt. Im leichten Trab ziehen die beiden braunen Schwarzwälder den von Thomas Pfannschmidt gelenkten Pflug durch den lehmigen Ackerboden. "Aller Anfang ist schwer", tröstet Werner Goller. "Nicht breit genug, zu tief und nicht ganz ausgeräumt, aber immerhin durchschnitten", lautet sein abschließendes Urteil über Thomas Arbeit.

Thomas ist einer der insgesamt 12 Interessierten, die an diesem Wochenende in dem Lehrgang "Landwirtschaft mit Pferdekraft" die Kunst des Ackerbaus mit Pferden vom Pflügen bis zum Säen erlernen wollen. Leiter des zweitägigen Lehrgangs ist der 41-jährige Pferdeliebhaber Werner Goller, hauptberuflich Landesbeamter der Polizeistaffel Stuttgart und Besitzer eines kleinen Bio-Hofes.

Die Teilnehmer sind aktive Mitglieder des 1992 gegründeten Vereins Jugendhof Heidelberg. Ziel der Einrichtung ist es, Stadtkindern "einzigartige Erlebnisse mit der Natur" zu vermitteln, wie Werner Wecker-Gutmann, einer der Leiter des Hofes, erläutert. Neben der offenen Jugendarbeit, bei der interessierte Kinder und Jugendliche auf Anfrage in die Hofarbeit eingebunden werden, werden vom Reit- und Fahrverein wöchentlich 300-500 junge Menschen beim therapeutischen Reiten betreut. In unregelmäßigen Abständen finden zudem Lehrgänge zu verschiedenen Themen statt. Das Ziel an diesem Wochenende ist hochgesteckt. Am Ende der beiden Lehrgangstage will das optimale Verfahren zum Pflügen beherrscht werden.

Drei Theorieeinheiten und eine praktische Übung liegen bereits hinter den Teilnehmern des Lehrgangs: Der Morgen hat mit allgemeiner Gerätekunde begonnen. Die Teilnehmer erfahren, dass ein Pflug aus dem Pflugkörper mit der geschärften Schar und dem Grindel zum Verstellen der Arbeitstiefen besteht. Eine "sehr wichtige Einheit", betont Goller, "wer sein Arbeitsgerät kennt, erzielt die besten Ergebnisse". Die anschließende Theorieeinheit widmet sich der Verständigung mit den Arbeitstieren. Goller stellt klar, dass es beim Pflügen entgegen landläufigen Meinungen auf die Lautstärke und Lage der Stimme ankomme, da keine Hand für das Halten einer Peitsche frei sei.

Auf die Theorie folgt die erste praktische Beschäftigung mit dem Pflug, die wegen der schlechten Witterung in der Halle stattfinden muss. Beim anschließenden Mittagessen ist Zeit für ein erstes Resümee. Werner Wecker-Gutmann schwärmt von der eindrucksvollen Vorstellung der insgesamt fünf Gespanne in der 20 x 40 Meter großen Reithalle und lobt das Engagement der Teilnehmer. Auch Goller bescheinigt einen erfolgreichen Morgen. Schließlich sei die Umsetzung von Theorie in Praxis schwierig und zudem der Boden der Halle sehr schwer und fest.

Dem Mittagessen schließt sich eine weiteres Theorieeinheit an. Spaltfurche, Zusammen- und Auseinanderschlag werden erklärt, die dann auf dem Feld umgesetzt werden sollen. Den Kopf auf die Hände gestützt, mit weit aufgerissenen Augen lauschen die Kinder., Jugendlichen und Erwachsenen in Reiterkluft und dicken Wollpullis konzentriert den Worten des Fachmanns. Sie erfahren, wie wichtig für eine korrekte Furche zunächst das senkrechte Schneiden mit der Sech (messerartiges Teil des Pflugs), dann das waagerechte Schneiden mit der Schar und das abschließende Wenden im Winkel von 135 Grad für die Erhöhung des Ackervolumens sind.

Schnell werden nach dem Ende dieser letzten theoretischen Einheit des Tages die sieben Vierbeiner für die Pflugarbeit vorbereitet und die Pflüge verladen. Die Schwarzwälder Marlo und Wonja, die Rappen Roland (Friese) und Luna (Odenwälder Mischlingspferd), das Dartmoorpony Papageno und der Friese Willum werden aufgezäumt und geschirrt, während der Norweger Deister vor die mit sechs Pflügen beladene Kutsche gespannt wird. Nach und nach darf jeder wie Thomas die ersten Pflugversuche auf dem hofeigenen Ackerland machen, bevor der Heimweg angetreten wird.

Am Abend bietet Goller noch einen Lichtbildervortrag an, zu dem weitere Gäste erwartet werden. Und am kommenden Sonntag steht wieder ein arbeitsreicher Tag bevor. Vielleicht ergeht es dem einen oder anderen am Ende wie Werner Goller. Der Hobby-Landwirt schört auch auf dem heimischen Hof auf Pferdekraft - zur Bodenschonung, auch wenn es mindestens zehn bis 20 Mal länger dauere als mit dem Traktor.
Von Katrin Osterkamp, RNZ 17.4.2000

 

 

 

Der Jugendhof ist unverzichtbar

Beim Sommerfest des Jugendhofs konnte man sich von der Beliebtheit des Jugendhofs überzeugen; vor allem die Vorführungen der Voltigiergruppen begeisterten, bei denen Kleine und Große, Gesunde und Behinderte ihre Kunst zeigten. Es wurde musiziert, gesungen und alle landwirtschaftlichen Arbeiten gezeigt.
Vielen Kindern ist dieser Ort, an dem sie mit Tieren umgehen und bei Landarbeiten mitmachen können, ein zweites Zuhause. Sie kommen aus allen Teilen Heidelbergs, doch vor allem aus den umliegenden Stadtteilen, Rohrbach, Kirchheim, Hasenleiser und Emmertsgrund. Das sind nicht nur besondere kinderreiche Wohnviertel, sondern hier leben viele Familien, die ihren Kindern keine teuren Freizeitvergnügungen oder Urlaubsreisen bieten können. Wöchentlich besuchen im Sommer circa 500 Kinder den Jugendhof, 250 kommen zum Reiten, 300 zur offenen Jugendarbeit.

Das zeigt klar, wie nötig diese Einrichtung ist, doch ist ihr Fortbestand nicht mehr gewährleistet. Bisher wurde sie durch Spenden und den Reit- und Fahrverein Jugendhof e. V. finanziert, (dessen Beiträge zu 90% von den Eltern aufgebracht werden). Doch dieser Verein hat selbst in den letzten Jahren Verluste schreiben müssen. Nur durch ein großes ehrenamtliches Engagement konnte die Arbeit bisher noch stattfinden. Für das Haushaltsjahr 1999 hat die Stadt erstmals 15.000 Mark zur Verfügung gestellt, doch reicht diese Summe bei weitem nicht aus, um die Einrichtung am Leben zu erhalten.

Nach Auskunft der Jugendhof-Leitung wird im nächsten Jahr der Zuschuss für eine Planstelle gebraucht. Finanziell besonders belastend ist die hohe Pacht für das Gelände. Wenn der Pachtvertrag in 4 Jahren ausläuft, ist auch hier die Unterstützung der Stadt bei der Suche nach einem neuen, möglichst preiswerterem Gelände gefragt.

Die beim Sommerfest anwesenden Stadträte/innen waren sich quer durch die Fraktionen einig, dass der Jugendhof erhalten werden muss und dass dazu erhöhte Zuwendungen gebraucht werden. In anderen Städten stehen den Jugendhöfen außer dem Gelände meist zwei Planstellen zur Verfügung. Es wurde beschlossen, einen gemeinsamen Antrag zu stellen, um das Thema Jugendhof auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu bringen. Es wäre zu wünschen, dass dabei auch ein gemeinsamer Beschluss für mehr Unterstützung herauskäme. Die GAL ist der Meinung, dass auch in Zeiten knapper Kassen die offene Jugendarbeit höchste Priorität behalten muss. Sie bildet ein Gegengewicht zu einer immer mehr um sich greifenden passiven Freizeitgestaltung, indem sie, wie in diesem Fall zum Beispiel, eine selbstbestimmte Tätigkeit in der Gemeinschaft mitten in ländlicher Umgebung ermöglicht. Damit erfüllt sie eine unverzichtbare präventive soziale und pädagogische Aufgabe.

Ulrike Duchrow, Stadträtin, GAL Heidelberg

Quelle: http://www.heidelberg.de/stadtblatt/stbl3599/stimmen.htm

 

© by jugendhof-heidelberg.de, Update: 12.08.10